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Museum für Kunst und Gewerbe öffnet das Tor zur Modewelt

Ohne Titel, 1955, Mode von Dior, veröffentlicht in International Textiles Tuschpinsel und Gouache 39,5 x 27,5 cm © SARL René Gruau

Ohne Titel, 1955, Mode von Dior, veröffentlicht in International Textiles
Tuschpinsel und Gouache
39,5 x 27,5 cm
© SARL René Gruau

Ist Modedesign eigentlich Kunst? Und wie beziehungsweise wo vermischen sich Kunstmalerei und Modeentwürfe? Diesen und vielen weiteren Fragen können Besucher des Hamburger Museums für Kunst und Gewerbe noch bis zum 3. Mai 2015 auf den Grund gehen. Ausgestellt werden meisterhafte Zeichnungen und stilisierte Kritzeleien aus rund 100 Jahren Modezirkus.

Was trägt man dieses Jahr in Hamburg? In erster Linie Zeitloses! Es ist schwer, heutzutage einen distinktiven Kleiderstil zu benennen, da im Bereich Prêt-à-porter 2015 weitestgehend auf Schnörkel und Experimente verzichtet wird. klassisch geschnittene Jeans-Shirt-Sneaker-Kombinationen, wie man sie zum Beispiel im Frontlineshop findet, konnte man in den vergangenen siebzig Jahren durchgehend tragen, ohne dabei negativ aufzufallen. Unerschütterliche Stilsicherheit als Leitmotiv – das ist natürlich nicht ganz so spannend wie völlig aus dem Rahmen fallende, extravagante Kollektionen, die für immer mit einer ganz bestimmten Zeit verbunden bleiben werden.

Was steckt hinter der Ausstellung „Bilder der Mode“?

Die Ausstellung, die beinahe 200 Arbeiten aus den unterschiedlichsten Branchen und Epochen umfasst, will unter anderem den Beweis antreten, dass sich herausragende Modezeichnungen nicht hinter anderen Zeichnungen zu verstecken brauchen und dass viele der in der Branche beheimateten Künstler weit mehr als nur angedeutete Kleiderpuppen aufs Papier bringen.

Interessant ist auch die Geschichte der Modezeichnung an sich: Als eigenständiges Format gibt es sie nämlich erst seit ein paar Dekaden – sie entstand mit dem Aufkommen von Modemagazinen wie „Vogue“, „Gazette du Bon Ton“ oder „Harper’s Bazaar“. Kunst- und Modeepochen überschneiden sich im extravaganten Art Déco genauso wie in den grellen Farbmustern der 70er Jahre. Die Ausstellung, die bereits vor fast vier Jahren im Londoner Design Museum zu sehen war, macht deutlich, dass Mode eben auch Ausdruck eines Gefühls oder einer Einstellung sein kann und Modeentwürfe auch einfach nur „kunstvoll“ sein können.

Bild: mkg-hamburg.de /Pressebereich

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