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Hamburgerin möchte mehr Bewusstsein für Plus Size schaffen

Plus-Size-Models wie Ashley Graham sind Superstars. Sie zieren Cover internationaler Modemagazine, laufen auf den Catwalks der Modemetropolen und wirken in Kampagnen neben ihren Kolleginnen aus der High-Fashion-Szene mit. Die Modeindustrie zieht nach: Es gibt eine größere Auswahl an Kleidung für Frauen mit Übergröße als je zuvor – und endlich wird mit Kollektionen wie Studio Untold bei ullapopken.de auch vermehrt auf die jüngere Zielgruppe eingegangen. Zwar erlebte die Plus-Size-Branche in den letzten Jahren einen regelrechten Boom, dennoch gibt es vor allem in Deutschland noch viel zu tun, um mehr Bewusstsein zu schaffen.

Unternehmerin Tanja Marfo: „Plus Size muss sichtbar sein!“

Die 37-jährige Tanja Marfo hat sich längst mit ihrem eigenen Business etabliert. So bloggt sie auf kurvenrausch-hamburg.de über Plus-Size-Mode, Beauty, Gesundheit und ihre Gedanken zum Thema Übergröße. In ihrem Artikel „#WhatAboutUs? – Eine Aktion für mehr Sichtbarkeit“, ruft sie die Community dazu auf, Teil ihrer Aktion auf Instagram und Facebook zu werden. Denn Anfang Mai fand in München der About You Award statt – eine Preisverleihung, bei der die größten Social-Media-Stars in den Kategorien Lifestyle, Fashion, Upcoming, YouTube, Beauty, Fitness, Musik und Idol of the Year ausgezeichnet wurden. Tanja und ihre Bloggerkollegin von Schönwild.de kritisieren mit der Aktion #WhatAboutUs die fehlende Diversität: Was ist mit Plus-Size-Influencern? Warum wurde ihnen bei dieser Preisverleihung keine Plattform geboten?

Plus Size Fashion Days 2018 in Hamburg

Tanja Marfo hat die Entscheidung, Plus Size bei den Awards zu ignorieren, scharf kritisiert. Sie ist der Meinung, dass die Plus-Size-Community in Deutschland auch 2018 noch zu wenig Aufmerksamkeit erhält. Auf der Berlin Fashion Week sind Plus-Size-Größen kaum vertreten. Auch aus diesem Grund hat Marfo die Plus Size Fashion Days ins Leben gerufen. Seit nunmehr sechs Jahren findet das Event bereits statt – eine Art Mini-Fashion-Week für große Größen. In diesem Jahr stehen die Plus Size Fashion Days unter dem Motto „Welcome to the Cabaret“, sie finden am 7. und 8. September im Hamburg Cruise Center statt. Durch das Programm führt der in Berlin und München lebende Blogger, Moderator und Schauspieler Riccardo Simonetti. Ziel dieser Veranstaltung ist es, Plus Size sichtbar zu machen und die Vielfalt in der Mode zu feiern.

Bild: pixabay.com, Bob_Dmyt, 3431010

Deutschland hinkt im internationalen Vergleich hinterher

Deutschland hinkt im internationalen Vergleich deutlich hinterher. In den USA werden Plus-Size-Models wie Ashley Graham als Stars gefeiert, immer mehr Modekollektionen und Marken, die Kleidung jenseits der Konfektionsgröße 46 anbieten, werden gelauncht. Auch auf den Laufstegen der New York Fashion Week sind 2017 so viele Übergrößen-Models wie nie zuvor gelaufen – und das nicht nur für Plus-Size-Marken. Michael Kors buchte Ashley Graham und andere Übergrößen-Models neben ihren sehr schlanken Kolleginnen für den Catwalk, zudem zierte Ashley bereits das Cover der Vogue – ebenfalls gemeinsam mit ihren dünnen Modelkolleginnen.

International wird immer mehr Wert darauf gelegt, Plus Size nicht mehr als separate Kategorie zu betrachten, sondern als zu den „normalen“ Größen gehörig. Ein Ziel, dass sich langfristig auch Tanja Marfo wünscht. Doch so weit ist die Modeindustrie in Deutschland noch nicht. Deshalb möchte Tanja Marfo die Schublade „Übergröße“ auch in Zukunft bedienen, um diese Thematik verstärkt ins Bewusstsein zu rücken und zu zeigen, dass es Plus-Size-Mode gibt und diese nicht ausgeschlossen oder ignoriert werden sollte.

 

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