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Der Heinrich-Hertz-Turm

Als eines der Wahrzeichen Hamburgs befindet sich der Heinrich-Hertz-Turm inmitten des Stadtteils St. Pauli. Der Funkturm, der im Volksmund liebevoll als „Telemichel“ bezeichnet wird, wurde zwischen 1966 und 1968 errichtet und dient seitdem insbesondere zur Ausstrahlung von Fernseh- und Rundfunkprogrammen. Seinen Namen hat er von dem deutschen Physiker Heinrich Hertz, dessen Geburtsstadt Hamburg ist.

Das moderne Wahrzeichen der Hansestadt

Bereits 1958 begannen die Architekten Fritz Leonhardt, Fritz Trautwein und Rafael Behn mit der Planung des insgesamt 279,20 Meter hohen Fernsehturms, der zum größten Teil, der damaligen Zeit entsprechend, aus Stahlbeton gefertigt wurde. In den 1980er Jahren erhielt der Turm seinen markant weißen Anstrich, der die Bausubstanz besser vor der starken Luftverschmutzung schützen sollte.

In 128 Metern Höhe befindet sich eine zweistöckige Kanzel, die früher für Besucher öffentlich zugänglich waren. Die untere Etage diente einst als Aussichtsplattform, während die darüber liegende Etage für den Restaurantbetrieb vorgesehen war. Diese ist so konstruiert, dass der Raum innerhalb einer Stunde um 360° rotiert und so ein Rundumblick über die Hamburger Skyline ermöglicht wird.

Sorgenkind „Telemichel“

Die zuvor öffentlich zugänglichen Bereiche, also das Restaurant und die Aussichtsplattform, mussten bereits am 01.01.2001 zur Entfernung des beim Bau verwendeten Asbests geschlossen werden. Die aufwändige Sanierung führte schließlich dazu, dass der Eigentümer – die Deutsche Funkturm – keine neuen Mieter für die Räumlichkeiten fand. Zudem verlor das Bauwerk im Jahre 2005 den Bestandsschutz, der für ältere Gebäude gilt. Um die Räumlichkeiten wieder öffentlich zugänglich machen zu können, müssen sie nun zunächst an die strengeren Sicherheitsauflagen angepasst werden, die sich seit der Fertigstellung im Jahr 1968 verschärft haben. Zum Beispiel bedarf es einer Verbreiterung der Fluchtwege von derzeit 80 auf 120 cm. Die Kosten eines solchen Umbaus belaufen sich nach Schätzungen auf insgesamt etwa 10 Millionen Euro. Seit 2010 werden deshalb Sponsoren gesucht, die die diese Baumaßnahmen finanzieren.

Im selben Jahr jedoch stellten Statiker fest, dass die Bausubstanz nur noch maximal 30 Jahre seine notwendige Elastizität beibehalten kann, um die starken Schwingungen, die bei einem so hohen Gebäude auftreten, kompensieren zu können. Danach wird der Beton so weit ausgehärtet sein, dass der Fernsehturm aus Sicherheitsgründen entfernt werden muss.

Da der Telemichel inmitten von Wohngebieten steht, ist jedoch keine Sprengung möglich, was bedeutet, dass er aufwändig abgetragen werden muss. Nichts desto Trotz ist der Heinrich-Hertz-Turm eine lohnenswerte Sehenswürdigkeit für alle, die für ein paar Tage in Hamburg eine Unterkunft gefunden haben.


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