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Drei geschichtsträchtige Foto-Locations zum Träumen

Die Hafencity, den Michel und die Landungsbrücken hat wohl jeder Hamburg-Liebhaber, egal ob waschechter Hamburger oder Tourist, schon einmal vor der Linse gehabt. Fotografisch hat die Hafenperle aber noch viel mehr zu bieten. Diese drei Motive verleiten zum Träumen und erzählen dabei ein Stück Hamburger Geschichte.

  • Dockland Hamburg
    Am Altonaer Hafenrand ragt das komplett verglaste Bürohaus „Dockland“ wie ein gigantischer Luxusliner ganze 40 Meter auf die Elbe hinaus. In seiner unmittelbaren Nachbarschaft, am Edgar-Engelhard-Kai zwischen Norderelbe und Fischereihafen, lag einst das Terminal der Englandfähre. Der Name „Dockland“, eine Anspielung auf die Londoner Docklands, wird seinem mondänen Vorbild gerecht: Der Blick auf den frei hervorstehenden Bug ist sowohl aus der Ferne wie auch von der Dachterrasse aus überwältigend. Über die Freitreppe steigen hier Verliebte und ambitionierte Fotografen die über 140 Stufen hinauf, um die Aussicht zu genießen – vor allem, wenn die Sonne untergeht und das Elbufer in ein goldenes Licht taucht. Entworfen wurde das Kontorhaus vom Hamburger Architekturbüro „Bothe Richter Teherani“, das für die außergewöhnliche Konstruktion bereits mehrfach mit Preisen ausgezeichnet wurde. Um das gläserne Stahlschiff realisieren zu können, wurde ein Grundstück zwischen dem Hamburger Fischereihafen und der Elbe extra mit Sand aufgeschüttet.dockland
  • Planetarium
    Momentan bleibt den Besuchern im Hamburger Planetarium der Blick in die Sterne leider verwehrt. Bis Ende des Jahres wird das erfolgreiche Sternentheater nämlich ausgebaut, um Astronomie-Fans einen ebenerdigen Zugang vom Stadtpark und 1.200 Quadratmeter mehr Platz zu bieten. Ursprünglich handelte es sich bei dem knapp 65 Meter hohen Rundbau um einen Wasserturm, der 1912 errichtet wurde. Die obere Etage bekam bereits vor der Eröffnung im Jahr 1930 die bis heute beeindruckende Planetariumskuppel. Wegen der Erweiterung kann der ehemalige Wasserturm zwar nicht von innen bewundert werden, gibt jedoch auch von außen ein tolles Motiv ab. Direkt davor befindet sich zudem ein Wasserbecken, welches traumhafte Spiegelungen hergibt. Wer diese mit seiner digitalen Spiegelreflexkamera und einem Ultraweitwinkel-Objektiv fotografiert, erzielt erstaunliche Effekte.
  • Ohlsdorfer Friedhof
    Wer sich den Ohlsdorfer Friedhof als Foto-Location aussucht, weiß genau warum. Denn kaum ein Ort ist so traumhaft verwunschen wie der mit 391 Hektar weltgrößte Parkfriedhof, auf dem berühmte Hamburger Persönlichkeiten wie der Schauspieler Gustav Gründgens mit der letzten Ruhe ein wahres Paradies gefunden haben. Am besten fängt man die einzigartige Atmosphäre mit seiner Kamera an einem klaren Morgen im Spätsommer ein, wenn die Sonne die Galvano-Engel, idyllischen Teiche und steinernen Denkmäler zwischen dem Grün anleuchtet. Im Herbst gibt derweil das Farbenspiel der über 36.000 Bäume ein stimmungsvolles Bild ab. Wer seine besten Fotos vom Wechsel der Jahreszeiten anschließend auf hochwertigem Papier verewigen lässt, behält eine bleibende Erinnerung an diesen besonderen, geschichtsträchtigen Ort: Der Park mit den Marmorfiguren im englischen Stil existiert bereits seit 1877.

Bild: Olaf Schneider  / pixelio.de

 

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