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Hamburger Kinder selten beim Zahnarzt

Bild: pixabay.com, jarmoluk, 428646

In Hamburg nahmen laut dem BARMER Zahnreport aus dem Jahr 2016 nur 33,6 Prozent der Berechtigten das Angebot der zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchungen in Anspruch; der bundesweite Durchschnitt lag bei 35,1 Prozent. Spitzenreiter war Bayern mit 42 Prozent. Frühzeitige Zahnprophylaxe ist auch für Kleinkinder wichtig, denn Milchzahnkaries könne lebenslange Folgen haben, so Frank Liedtke, Landesgeschäftsführer der BARMER in Hamburg.

Kinder-Zahnprophylaxe

Vorsorgeuntersuchungen im Baby- und Kleinkindalter sind obligatorische Termine, um Krankheiten und Auffälligkeiten in der Entwicklung des Kindes frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Doch Zahnarztbesuche sind nicht verpflichtend. Es wird empfohlen, dass Eltern ihre Kinder zwischen dem 30. und 72. Lebensmonat zu zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchungen bringen. Doch in Hamburg tun dies laut dem Zahnreport der BARMER gerade einmal rund ein Drittel der Eltern.

Ein Grund für die niedrigen Zahlen könnten Eltern sein, die selbst selten Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch nehmen. Gerade in der Hansestadt ist dieser Zusammenhang sehr naheliegend, da auch die erwachsenen Hamburger im bundesweiten BARMER-GEL-Vergleich unterdurchschnittlich oft zum Zahnarzt gehen. Dabei können Patienten, die einen Zahnarzt in Hamburg suchen, ganz einfach und schnell online einen Termin vereinbaren. Und für Angstpatienten gibt es heutzutage spezielle Behandlungsmethoden.

Ein weiterer Grund, warum Eltern ihre Kinder in einigen Fällen erst zum Zahnarzt bringen, wenn ihre Zähne gezogen werden müssen, ist der fatale Irrglaube, dass der Zustand der Milchzähne unwichtig sei, da diese später durch die bleibenden Zähne ersetzt werden. Doch „Milchzahnkaries kann lebenslange Folgen haben, denn Karies im Kindesalter wirkt sich auch auf die nachwachsenden Zähne aus“, so Liedtke. „Unbehandelter Milchzahnkaries kann den Schmelz der bleibenden Zahnkeime schädigen, zudem können die Zahnlücken Sprachfehler verursachen“, sagt Liedtke weiter.

Die richtige Zahnpflege beginnt bei den Milchzähnen

Britische Forscher betonen, dass frühzeitige und regelmäßige Zahnarztbesuche nicht nur die Kinderzähne schützen, sondern auch dazu führen, dass Kinder weniger Angst vor dem Zahnarzt haben. Außerdem wichtig sind die richtige Mundhygiene und der Verzicht auf Zucker. Die BARMER empfiehlt außerdem, dass Eltern mit ihren Kindern die Zähne gemeinsam putzen. Kleinkinder haben noch nicht die motorischen Fähigkeiten, um ihre Zähne selbstständig zu putzen. Wenn Eltern ihrem Nachwuchs die Putztechnik vormachen, können die Kleinen sich die richtige Zahnpflege abschauen.

 

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