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CFDs handeln: Auch für Privatanleger interessant?

Sparen lohnt sich nicht mehr! Diese Aussage ist einerseits falsch, auf der anderen Seite allerdings nicht von der Hand zu weisen. Wer spart, baut Vermögen – im Vergleich zu Verbrauchern, die Geld einfach ausgeben – auf. Durch die im Zuge der Leitzinspolitik der EZB niedrigen Sparzinsen lohnt sich reines Zinssparen vor dem Hintergrund eines Vermögenszuwachses allerdings derzeit nicht.

Ein Grund, warum sich in den letzten Jahren auch Privatanleger wieder vermehrt für die Börse und börsengehandelte Wertpapiere interessieren. Neben Aktien und Anleihen richtet sich der Fokus auch auf Derivate. Hierbei handelt es sich um einen Wert (Asset), der sich von einer Referenzgröße, dem sogenannten Basiswert ableitet. In diese Gruppe fallen CFDs, von denen sich Anleger immer wieder einiges an Gewinn versprechen.

Was sind CFDs genau?

CFDs sind sogenannte Differenzkontrakte (Contract for Difference), deren Kernaspekt im Handel mit Kursdifferenzen besteht. Damit findet im CFD-Handel kein Austausch der eigentlichen Basiswerte statt, sondern der Ertrag entsteht über die Veränderung zwischen Einstands- und Ausstiegskurs.

Im Vergleich zum klassischen Wertpapier, welches über Börsen gehandelt wird, findet der CFD-Handel ausschließlich zwischen dem Anbieter und dem Anleger statt. Damit tritt der Anbieter (CFD-Broker) in die Position des Market Makers ein.

Das eigentliche Gewinnpotenzial der CFDs entsteht durch die Hebelwirkung, mit welche die Kontrakte zwischen Anbieter und Trader gehandelt werden. Dieser Hebel setzt – aufgrund des Bonitätsrisikos – eine Sicherheitseinlage des Anlegers (Margin) voraus.

Das Risiko im CFD-Handel

Hohe Renditen gehen mit einem entsprechenden Risiko einher. Dieser Grundsatz, den jeder Börsenprofi kennt und der Anlegern ins Blut übergehen muss, ist der eigentliche Dreh- und Angelpunkt, um die Frage aus der Überschrift beantworten zu können.

CFDs hebeln nicht nur den Gewinn – auch der Verlust (und damit das Risiko) – werden gehebelt. Heißt: Differenzkontrakte werden von Tradern mit einer gewissen Kurserwartung eingegangen. Sobald sich diese Erwartung nicht erfüllt, droht unter Umständen ein Totalverlust. Dieser Tatsache muss sich jeder Anleger bewusst sein.

Letztlich handelt es sich bei den CFDs um ein Asset aus dem Segment der spekulativen Anlagen. Der Umgang mit Differenzkontrakten ist daher dem Laien nicht zu empfehlen. Es braucht einfach eine gewisse Erfahrung, um mit CFDs umgehen und diese richtig einsetzen zu können. Hierzu gehört auch die Frage, welcher CFD-Broker die besten Konditionen – zu einem akzeptablen Preis bietet.

Worauf es hier ankommt, dazu bieten Informationsseite – wie unter dem Link zu finden – entsprechende Fakten und Ratgeber.

Nachschusspflicht: Tatsächlich kein Thema mehr?

2015 war ein Jahr, das im CFD-Handel für Wirbel gesorgt hatte. Die plötzlichen Kurssprünge des Schweizer Franken haben für einige Anleger zu einer unangenehmen Überraschung geführt. Hintergrund: Bis dato galt bei diversen Brokern eine Nachschusspflicht für den Fall, dass die Deckung auf dem Handelskonto für die Sicherheitsleistung nicht mehr ausreicht.

Im Fall des Schweizer Franken bedeutete dies für einige Privatanleger hohe Forderungen des Brokers – in teils fünfstelliger Eurohöhe. Dieses Risiko macht(e) CFDs so gefährlich. Im Mai 2017 hat die BaFin als Deutschlands Finanzaufsicht dem für die Bundesrepublik einen Riegel vorgeschoben. Es dürfen inzwischen Privatanlegern nur noch Handelskonten angeboten werden, die keine Nachschusspflicht mehr vorsehen. Begründet wird das Verbot der CFDs mit Nachschusspflicht dadurch, dass die Risiken für den Anleger nicht vorhersehbar sind.

Bild: pixabay.com, geralt, 1340649

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